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26.01.2021 11:34 Alter: 103 days
Kategorie: LEB, Aktuelles

Elternschreiben vom 20.01.2021 von Frau Dr. Hubig an die Eltern und Sorgeberechtigten in RLP


Liebe Eltern, liebe Sorgeberechtigte,

nach der Konferenz der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten am 19.01.2021 möchten wir Sie rasch über das weitere Vorgehen in unseren Schulen informieren.

Seit einigen Tagen sehen wir in Rheinland-Pfalz, dass die Anzahl der Neuinfektionen zurückgeht, am 18.01.2021 lag die Inzidenz bei 106 (gemeldete Infektionen in den letzten 7 Tagen pro 100.000 Personen), am 21. Dezember 2020 betrug sie noch 170. Aber wir sind uns einig: Die Situation ist noch nicht zufriedenstellend. Durch die Virusmutationen sind weitere Fragen entstanden, verbunden mit der Sorge, dass sich das mutierte Virus schneller verbreitet.

Deshalb hat die Ministerpräsidentenkonferenz gemeinsam mit der Bundeskanzlerin beschlossen, dass der Lockdown bis zum 14. Februar 2021 fortgesetzt werden muss und wir alle müssen gemeinsam weiterhin alles daransetzen, mit Kontaktreduzierung und Disziplin auch die nächsten Wochen durchzustehen. Wir wollen sichergehen, dass sich die positive Entwicklung bei den Infektionszahlen fortsetzt. Deshalb müssen wir den Fernunterricht grundsätzlich bis zum 14. Februar 2021 verlängern. Der gemeinsame Beschluss der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin erlaubt es uns aber, den Jüngsten im System ebenso wie den Abschlussklassen zu ermöglichen, zumindest zeitweise unter strengen Hygieneauflagen in geteilten Klassen in der Schule zu lernen. Insbesondere für die jüngeren Schülerinnen und Schüler ist das wichtig, denn für sie ist die Situation am schwierigsten, sie brauchen die Unterstützung beim Lernen, die enge Begleitung und Anleitung durch ihre Lehrerinnen und Lehrer am nötigsten. Gleichzeitig ist in dieser Gruppe auch der Betreuungsbedarf durch Sie, die Eltern und Sorgeberechtigten, am höchsten.

Ich bin sehr dankbar, dass wir in den letzten Tagen dazu verschiedene Gespräche mit den Vorsitzenden der Personalräte, Schulleitungen, Vertreterinnen und Vertretern des Landeselternbeirates und der LandesschülerInnenvertretung führen und über die weiteren Schritte beraten konnten.

Für die Schulen bedeutet das:

  • Die Schülerinnen und Schüler der 1. bis 4. Klassen haben im Januar weiterhin Fernunterricht. Der Start für den Wechselunterricht, mit dem wir ab 25. Januar 2021 beginnen wollten, muss um eine Woche auf den 1. Februar 2021 verschoben werden. Entsprechend dem gemeinsamen Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundeskanzlerin bleibt die Präsenzpflicht für Schülerinnen und Schüler ausgesetzt.
  • In den Grundschulen und Förderschulen gilt weiterhin die Maskenpflicht auch im Unterricht. Ausgenommen hiervon sind in den Förderschulen Schülerinnen und Schüler, die aufgrund ihrer Behinderung keine Maske tragen oder tolerieren können. Die Maskenpflicht wird den pädagogischen Erfordernissen und dem Alter der Kinder entsprechend umgesetzt. Auf regelmäßige Maskenpausen wird geachtet.
  • Für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 13 wird der Fernunterricht bis zum 14. Februar 2021 fortgesetzt.
  • Die Möglichkeiten zur Notbetreuung bleiben weiterhin wie gehabt bestehen.
  • Für die Schülerinnen und Schüler vor Abschlussprüfungen bestehen die besonderen Regelungen fort; sie können unter Einhaltung der Abstands- und sonstigen Hygieneregeln in Präsenz unterrichtet werden.
  • Ab dem 15. Februar 2021 wollen wir für alle Jahrgänge in den Wechselunterricht zurückkehren – wenn es das Infektionsgeschehen und die weiteren Entwicklungen zulassen. Auch über die Frage, wie es nach dem 14. Februar 2021 weiter-geht, wird die Ministerpräsidentenkonferenz zuvor gemeinsam mit der Bundeskanzlerin beraten.

Liebe Eltern, liebe Sorgeberechtigte,

ich kann mir gut vorstellen, dass Sie und Ihre Kinder sich einen schnelleren Start des Präsenzunterrichts gewünscht hätten. Viele Kinder haben sich bereits auf das Wieder-sehen mit ihren Freundinnen und Freunden und ihren Lehrkräften in der Schule gefreut. Auch für Sie besteht jetzt die große Herausforderung noch eine Weile weiter, auch unter Corona-Bedingungen Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen.

Diese Zeit verlangt uns allen Enormes ab, vor allem aber leiden Kinder und Jugendliche unter der Situation. Und auch wenn der Fernunterricht überall viel besser als im ersten Lockdown und oft sehr gut funktioniert, kann er nicht den gemeinsamen Unterricht in einer Klasse oder einem Kurs ersetzen. Deshalb hoffe ich, dass alle Menschen in diesem Land durch konsequentes Einhalten der Regeln zur weiteren Eindämmung des Infektionsgeschehens beitragen. So schwer es fällt: Wir alle müssen uns jetzt noch einmal gemeinsam anstrengen – damit wir bald wieder zu mehr Normalität zurückkehren können.

Haben Sie herzlichen Dank für Ihr Verständnis, Ihnen und Ihren Familien wünsche ich alles Gute,

mit herzlichen Grüßen,

Dr. Stefanie Hubig