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23.10.2020 10:28 Alter: 41 days
Kategorie: LEB, Aktuelles

Umfrage des Landeselternbeirats Rheinland-Pfalz

Maßnahmen zur Einschränkung von Infektionen mit dem neuartigen Corona Virus


Der Landeselternbeirat Rheinland-Pfalz hat vor den Herbstferien 2020 eine Umfrage zur aktuellen Corona-Krise unter den Eltern und den mit der Erziehung betrauten Personen durchgeführt. Die Umfrage war vom 07.10 bis 11.10 geöffnet. Insgesamt haben 4152 Personen an der Umfrage teilgenommen.

Inhalt der Umfrage

In der Umfrage wurden folgende Fragen gestellt:

  • Sehen Sie persönlich im Coronavirus eine Gefahr für sich und Ihre Familie?
  • Sehen Sie in der derzeitigen Schülerbeförderung ein Problem - in dem sich Ihr Kind oder ihre Kinder hier anstecken könnten?

Beide Fragen konnten mit Ja oder Nein beantwortet werden.

Die folgenden Fragen bezogen sich auf Maßnahmen zur Eindämmung von Infektionen in der Schule. Die Frage lautete:

Welche Maßnahmen zur Eindämmung von Corona-Infektionen in den Schulen halten Sie für sinnvoll und vertretbar?

Die Fragen konnten auf einer Skala von 1 (nicht sinnvoll) bis 5 (sehr sinnvoll) beantwortet werden.

  • Das Tragen von MNS-Masken während des Unterrichts für einen begrenzten Zeitraum von ca. zwei Wochen für sinnvoll und zumutbar - beispielsweise nach den Ferien oder bei Auftreten von Corona-Infektionen an einer Schule.
  • Ein Wechsel zwischen Präsenz- und Fernunterricht (tage- oder wochenweise), um die Anzahl der Schüler*innen in der Schule zu halbieren.
  • Generelle Reduktion der Klassenstärke auf 15 Schüler*innen, um die Personenanzahl in den Klassenräumen zu reduzieren.
  • Einsatz von mobilen Raumluftfiltern der Filtergüte H13/H14, in Klassenräumen in denen keine zentrale Belüftungsanlage zur Verfügung steht.

 

Abschließend wurde nach der Zufriedenheit mit der Arbeit des LEBs gefragt; ebenso auf einer Skala von 1 (gar nicht zufrieden) bis 5 (sehr zufrieden).

Ergebnisse der Umfrage

Die Frage nach dem erhöhten Risiko wurde von Eltern und Erziehenden eher verneint

(ja: 1880 / nein:2272).

Die Probleme bei der Schülerbeförderung werden hingegen eher gesehen

(ja: 2176 / nein: 1976).

Allerdings kann bei keiner Frage eine eindeutig überwiegende Mehrheit festgestellt werden.

Bei den Maßnahmen zur Eindämmung von Infektionen werden das Tragen von Masken und der Wechsel zwischen Präsenz- und Home-Unterricht mehrheitlich abgelehnt; während die Reduktion der Klassenstärke und der Einsatz von mobilen Raumluftfiltern mehrheitlich gewünscht wird. Die genauen Ergebnisse sind in nebenstehender Grafik dargestellt.

 

Empfehlung des LEBs

Das Tragen von Masken während des Unterrichts sollte vermieden und der “normale” Präsenzbetrieb in der Schule sollten möglichst beibehalten werden.

Als Maßnahmen zur Eindämmung von Infektionen werden von den Teilnehmer*innen an der Umfrage mehrheitlich die Reduktion der Klassengröße sowie der Einsatz von Raumluftfiltern gewünscht. Dem LEB ist bewusst, dass die Reduzierung der Klassengröße kurzfristig schwer umzusetzen ist. Aus Gründen der Nachhaltigkeit sowie einer modernen Zukunftsorientierung empfehlen wir eine mittelfristige Reduktion der Klassengröße. Diese sollte durch die Schaffung zusätzlicher Planstellen und durch die Intensivierung der Ausbildung neuer Lehrer*innen über die kommenden Jahre realisiert werden.

Der Einsatz von mobilen Raumluftfiltern sollte unbedingt als zusätzliche Maßnahme zum bestehenden Hygienekonzept und dem Lüften der Klassenräume vorbehaltlos geprüft werden. Raumluftfilter können in Kombination mit den anderen Maßnahmen das indirekte Infektionsrisiko in Räumen reduzieren. Dem LEB erscheint der Einsatz angebracht in Räumen, die nur schlecht oder gar nicht gelüftet werden können und als Alternative zum Tragen von Masken während des Unterrichts, z.B. in Grundschulen oder in kleinen Räumen mit hoher Schüler*innenbelegung.

 

Technische Plattform und Datenschutz

Die Umfrage wurde über die SoSci Survey GmbH durchgeführt (www.soscisurvey.de). Bei der Umfrage wurden keine personenbezogenen Daten erhoben; die Server der SoSci Survey GmbH stehen in Deutschland. Die Umfrage ist demnach DSGVO/GDPR konform.